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15. OKT, 19 UHR

Friedenskirche Stuttgart

Musik: Gospel im Osten
Redner: Prof. Siegfried Zimmer
Uhrzeit: 19 Uhr (18:45 zum Einsingen)

 

»Wo die Schönheit des Glaubens die Seele

durch die Ohren verzaubert«

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Ein Blog-Beitrag von Gastprediger Prof. Thorsten Dietz

Theologie

 


Mit dem GospelHaus-Projekt ist eine bestimmte Art von Theologie verbunden, eine „GospelHaus-Theologie“. Man kann sie ungefähr folgendermaßen beschreiben:

● Viele Christen hoffen auf eine Erneuerung des christlichen Glaubens und engagieren sich dafür. Auch das GospelHaus-Projekt ist auf dieses Ziel hin ausgerichtet.

● Im Vordergrund steht bei uns also nicht das Festhalten am Gewohnten, das Wiederholen des Üblichen, das Bewahren des Alten, sondern der Aufbruch in Neuland. Es gibt so viel zu entdecken! Auch das Alte kann man neu entdecken.

● Unsere Quelle der Inspiration und der Zuversicht ist die Botschaft der Bibel. Jede bisherige Erneuerung der Christenheit war verbunden mit einer neuen und intensiven Zuwendung zur Bibel.

● Im Zentrum der biblischen Botschaft steht für uns Jesus aus Nazareth, wie er von Gott gesprochen hat, sein Umgang mit den Menschen, sein Tod und wie Gott ihn vom Tod errettet hat. In diesen Ereignissen kommt ein großes Geheimnis zum Ausdruck, eine gute Nachricht für uns alle.

● Im christlichen Glauben geht es deshalb nicht in erster Linie um eine Weltanschauung, ein Programm, eine Moral, oder einen Lebensstil. Es geht um den Mann aus Nazareth und dass wir durch ihn zu Gott finden. Ob es dazu kommt, haben wir nicht ohne weiteres in der Hand. GospelHaus möchte diesbezüglich jedoch Interesse und Neugier wecken.

● Wir wollen im GospelHaus-Projekt jede Form von religiöser Enge vermeiden. Es geht uns vielmehr um die befreiende und heilende Kraft der christlichen Botschaft. Dazu gehört auch die Freude am Lernen. Lernen ist etwas Schönes. Es erweitert unseren Tellerrand und unser Blickfeld. Dieser Effekt ist uns wichtig. Wir brauchen ihn alle.

● GospelHaus orientiert sich an dem Wort Jesu: „Kommt her zu mir alle, die ihr euch abmüht und belastet seid. Ich will euch beleben“ (Matthäus 11,28). Deshalb nehmen wir nicht nur die Sonnenseiten des Lebens wahr, sondern auch seine Schattenseiten. Es liegt uns viel an der Nähe zu den Menschen, die in Sorge, Angst und Leid sind.

● Gerade dazu passen Gospelsongs. Die Gospels sind innerhalb der schwarzen Sklavenbevölkerung Nordamerikas entstanden. Es sind Gesänge der Unterdrückten, der Schutzlosen und Leidenden. In ihren Melodien und Texten fanden sie Trost und Hoffnung. Auch in der Bibel beginnt die Geschichte Israels damit, dass Gott die hebräischen Sklaven aus der Knechtschaft befreit. Gott steht also nicht auf der Seite der Unterdrücker, sondern auf der Seite der Unterdrückten. Insofern sind Gospels für uns kein beliebiger Musikstil, sondern Musik, die uns mit dem Ursprung des Volkes Gottes verbindet.

● GospelHaus gründet in der Liebe Gottes zu allen seinen Geschöpfen. Ohne diese Liebe gäbe es GospelHaus nicht.