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Gospelhaus 2024

Sonntag, 19. Mai, 19 Uhr (auch per Live-Stream)

Sonntag, 2. Juni, 17 Uhr

GOSPEL IST MUSIK

GOSPEL HEISST GUTE NACHRICHT

GOSPEL IST HERZ

GOSPELHAUS

 

Gospelhaus Panorama

Ein Gottesdienst mit Musik, die emotional berührt und in die Beine geht, kombiniert mit einer Verkündigung, die auch das Denken herausfordert und eine befreiende Wirkung hat. Mit dieser Idee startete im Jahr 2015 der monatliche GOSPELHAUS-Gottesdienst auf Initiative von Tom Dillenhöfer, Leiter des Stuttgarter Gospelchors Gospel im Osten (GiO) und Theologieprofessor Siegfried Zimmer.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes am dritten Sonntag im Monat erfolgt mit dem GOSPELHAUS-Chor, meist unter der Leitung Tom Dillenhöfer. Gesungen werden zeitgenössische Gospels, Hymns-, Praise- und Popsongs mit Unterstützung einer Band und Solisten. Die Gottesdienstbesucher*innen werden beim Singen in den Gottesdienst mit einbezogen. Der Leiter des Chors übt 15 Minuten vor Beginn des Gottesdienstes mit den bereits Anwesenden einige Teile der Song ein. Die Verkündigung erfolgt häufig durch Prof. Dr. Sigfried Zimmer und externe Gastredner.

Mit der Entwicklung der Friedensgemeinde zur Gospelkirche gibt es seit März 2023 einen zusätzlichen GOSPELHAUS-Gottesdienst am ersten Sonntag im Monat. Hier steht die singende Gemeinde im Vordergrund. Das musikalische Setting wird mit Piano schlicht gehalten. Die Besucher*innen werden bei den gemeinsam gesungenen Liedern durch eine leichte Anleitung unterstützt. Ein kurzer geistlicher Input wird zunächst von unterschiedlichen Pfarren*innen aus Stuttgart und Umgebung gestaltet. Solange bis die Gospelkirche die geplante eigene Pfarrstelle besetzen kann.


Prof. Dr. Siegfried Zimmer

Theologie

Mit dem GOSPELHAUS-Projekt ist eine bestimmte Art von Theologie verbunden, eine „GOSPELHAUS-Theologie“. Man kann sie ungefähr folgendermaßen beschreiben:

  • Viele Christen hoffen auf eine Erneuerung des christlichen Glaubens und engagieren sich dafür. Auch das GOSPELHAUS-Projekt ist auf dieses Ziel hin ausgerichtet.
  • Im Vordergrund steht bei uns also nicht das Festhalten am Gewohnten, das Wiederholen des Üblichen, das Bewahren des Alten, sondern der Aufbruch in Neuland. Es gibt so viel zu entdecken! Auch das Alte kann man neu entdecken.
  • Unsere Quelle der Inspiration und der Zuversicht ist die Botschaft der Bibel. Jede bisherige Erneuerung der Christenheit war verbunden mit einer neuen und intensiven Zuwendung zur Bibel.
  • Im Zentrum der biblischen Botschaft steht für uns Jesus aus Nazareth, wie er von Gott gesprochen hat, sein Umgang mit den Menschen, sein Tod und wie Gott ihn vom Tod errettet hat. In diesen Ereignissen kommt ein großes Geheimnis zum Ausdruck, eine gute Nachricht für uns alle.
  • Im christlichen Glauben geht es deshalb nicht in erster Linie um eine Weltanschauung, ein Programm, eine Moral, oder einen Lebensstil. Es geht um den Mann aus Nazareth und dass wir durch ihn zu Gott finden. Ob es dazu kommt, haben wir nicht ohne weiteres in der Hand. GOSPELHAUS möchte diesbezüglich jedoch Interesse und Neugier wecken.
  • Wir wollen im GOSPELHAUS-Projekt jede Form von religiöser Enge vermeiden. Es geht uns vielmehr um die befreiende und heilende Kraft der christlichen Botschaft. Dazu gehört auch die Freude am Lernen. Lernen ist etwas Schönes. Es erweitert unseren Tellerrand und unser Blickfeld. Dieser Effekt ist uns wichtig. Wir brauchen ihn alle.
  • GOSPELHAUS orientiert sich an dem Wort Jesu: „Kommt her zu mir alle, die ihr euch abmüht und belastet seid. Ich will euch beleben“ (Matthäus 11,28). Deshalb nehmen wir nicht nur die Sonnenseiten des Lebens wahr, sondern auch seine Schattenseiten. Es liegt uns viel an der Nähe zu den Menschen, die in Sorge, Angst und Leid sind.
  • Gerade dazu passen Gospelsongs. Die Gospels sind innerhalb der schwarzen Sklavenbevölkerung Nordamerikas entstanden. Es sind Gesänge der Unterdrückten, der Schutzlosen und Leidenden. In ihren Melodien und Texten fanden sie Trost und Hoffnung. Auch in der Bibel beginnt die Geschichte Israels damit, dass Gott die hebräischen Sklaven aus der Knechtschaft befreit. Gott steht also nicht auf der Seite der Unterdrücker, sondern auf der Seite der Unterdrückten. Insofern sind Gospels für uns kein beliebiger Musikstil, sondern Musik, die uns mit dem Ursprung des Volkes Gottes verbindet.
  • GOSPELHAUS gründet in der Liebe Gottes zu allen seinen Geschöpfen. Ohne diese Liebe gäbe es GOSPELHAUS nicht.

Personen

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Prof. Dr.

Siegfried („Siggi“) Zimmer

 

Zu meiner Person:

Ich stamme aus einer Arbeiterfamilie. Religion und Kirche spielten in meiner Kindheit und Jugend keine besondere Rolle. Erst mit 19 Jahren bin ich, vor allem durch Gespräche mit einem Klassenkameraden, zu meiner eigenen Überraschung Christ geworden. Seitdem gehört für mich die Frage nach Gott und der Glaube an Gott zum Spannendsten, was es gibt.

Nach einem Lehrerstudium (Fächer Geschichte und Politik) war ich drei Jahre lang als Lehrer tätig. Danach studierte ich Ev. Theologie und war vier Jahre lang Vikar bzw. Gemeindepfarrer der Württembergischen Landeskirche. Mehr als 20 Jahre war ich Professor für Ev. Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Am meisten hat mich dabei interessiert, wie man die biblische Botschaft dem heutigen Menschen verständlich und packend „rüberbringen“ kann.

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Tom Dillenhöfer

 

Zu meiner Person:

Gospel ist ehrlich, einfach, geht in die Beine und trifft mein Herz. 1989 hörte ich zum ersten Mal den Oslo Gospel Choir und fand in dieser Musik eine einzigartige Möglichkeit, meinen Glauben zu singen. Seit über 25 Jahren arbeite ich daran, auch anderen diese Entdeckung zu ermöglichen. Ich durfte in dieser Zeit Projekte wie nu company, Gospel News, The Gospel Company und Tina Tour begleiten, leiten und dirigieren. Und bin immer neu fasziniert, was zusammenklingende Stimmen bewirken können.

Beheimatet im Bergischen in NRW, landete ich durchs Architekturstudium in Stuttgart und entdeckte, dass ich auch hier meine Leidenschaft für Häuser, guten Sound, Fußball und Espresso teilen kann. Bis heute bin ich darum im Stuttgarter Osten, den umliegenden Kirchen und einem Architektenbüro zu Hause. Ob ich heute Räume plane oder Chormusik gestalte, für beides braucht es gute Fundamente. Mit einem Chor dann in die Detailarbeit gehen, hören und sehen, wie Menschen über sich hinauswachsen und sich neu erleben – das begeistert mich.

Der 2005 gegründete Chor Gospel im Osten (GiO) ist dafür das vielleicht sichtbarste Beispiel. An der großen Bewegung teilzuhaben, die aus GiO geworden ist, ist für mich als Leiter eine mit jeder Probe neu erfahrbare Gnade.

 


GOSPELHAUS-Team

Ein Team begleitet und unterstützt das Gottesdienstprojekt in organisatorischen und inhaltlichen Fragen.